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Alterszentrum "Im Bündtli", Maienfeld

Das Bündtli liegt zwischen Bahnhof und Dorf. Die Nähe zur Schule und zum Wohnquartier garantieren ein lebendiges Geschehen und eine gute Einbindung ins Dorfleben. Das Alterszentrum wird die Lage zusätzlich aufwerten, indem es neue fussläufige Fusswege anbietet und die Cafeteria einen attraktiven Anziehungspunkt im Quartier bilden wird.

Durch die Aufteilung in drei Volumen wirkt das neue Alterszentrum trotz seiner relativen Grösse feingliedrig und angemessen. Inmitten von vier- bis fünfgeschossigen Wohnbauten bildet das von Obstbäumen umgebene zweigeschossige Volumen eine freundliche Oase. Das neue Bauvolumen knüpft an die bestehende Bebauungsstruktur an und nutzt die verschiedenen Ausrichtungen und Qualitäten der verwinkelten Parzelle.
Die unprätentiöse Materialisierung in hellem Putz und warmem Holz knüpft an die Bautradition der maienfelder Stadthäuser an.
Vom Vorplatz her kommend betritt man die Eingangshalle. In der fliessenden Raumabfolge von Eingangshalle, Cafeteria und Gemeinschaftsraum wird der Blick durch den Innenhof zum Bach und auf die entfernte Bergkulisse des Rheintals freigegeben.
Empfang und Kiosk liegen sich diagonal gegenüber und gliedern den grosszügigen Bereich.
Die rückwärtigen Dienstbereiche sind sinnvoll und ökonomisch angeordnet.
Über Cafeteria und Gemeinschaftsraum liegen allgemein genutzte Räume sowie die Verwaltung. Eine interne Treppe garantiert kurze interne Wege.
Eine Besonderheit ist der allgemein zugängliche Dachgarten, der auch als Aussenfläche für den Therapieraum zur Verfügung steht.
Der Zugang zu den Wohngruppen führt am Hofeinschnitt vorbei und wird durch die grosszügige Freitreppe bestimmt.
Ein Merkmal der Stationen ist der Rundlauf, der die beiden Aufenthaltsbereiche miteinander verbindet. Die Gangzonen bleiben kurz und führen immer wieder auf ein Fenster zu. Die meisten Bewohnerzimmer münden auf eine belebte Aufenthaltszone. An den Schmalseiten des Servicebereichs liegen jeweils die Teeküchen beziehungsweise Sitznischen.
Je zwei der vier Stationen können zu einer grossen Abteilung zusammengeschlossen werden. Damit der wohnliche Eindruck erhalten bleibt, werden die Gruppen über rückwärtige, helle Gangnischen verbunden. Pro Geschoss bleiben neben dieser Aufenthaltszone zwei autonome Wohnzimmer erhalten, die flexibel genutzt werden können. Vor den Wohnzimmern liegt eine holzverkleidete Loggia, über die man im Erdgeschoss direkt in den Garten gelangt.
Die Zimmer sind flexibel möblierbar. Insbesondere verfügt jedes Zimmer über eine innenliegende und eine aussenliegende Nische, was verschiedene Positionen für das Bett zulässt.
Die Umgebungsgestaltung nützt die Lage des Alterszentrums an der Übergangszone zwischen Siedlung und den baumbestandenen Wiesenflächen mit dem angrenzenden Mülbach.
Die Aussenbereiche des Zentrums werden in eine öffentliche Zone mit Ankunftshof und in eine private Zone mit einer Abfolge von ruhigen Gartenzimmern unterteilt. Ein Platz- und Wegsystem verbindet die verschiedenen Bereiche untereinander und mit den angrenzenden Wegen. Es ermöglicht verschiedene Rundgänge im und um das Areal.
Ein Baumhain aus Obstbäumen knüpft an die Tradition des Obstanbaus an und erweitert die Umgebung des Alterszentrums bis weit in die Wiesenflächen der Nachbarparzellen hinein.
Der Zugang erfolgt vom Törliweg her. Der gesamte Zugangshof wird durch einen Baumhain aus aufgeasteten Bergahornen geprägt. Dieser zoniert den Bereich in Fussgänger- und in Fahrbereiche. Die Lage der Cafeteria an diesem Ort des des Kommens und Gehens ist bewusst gewählt. Die Situierung der Besucherparkplätze an prominenter Lage unter den Bäumen befriedigt die Neugierde und fördert die Kommunikation.
Neben dem Wonnegarten wird vor allem der Aussenraum für die Demenzstation als geschützter und geschlossener Garten ausgestaltet. Die verschiedenen Gartenzimmer ermöglichen das Eintauchen in vertraute Gartenwelten und stimulieren das Erinnerungsvermögen – eine kleine grosse Welt!

Landschaftsarchitekten: Balliana Schubert>>

Wettbewerb 2008
 
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