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C&A Gerbergasse Zürich

Der markante Solitär des C&A an der Gerbergasse erhält eine neue Fassade und wird zum Flagshipstore umgebaut.

Die Substanz des Gebäudes geht auf das 19. Jahrhundert zurück und bestand 1884 aus zwei Geschäftshäuser mit Wohnungen im Stile der Zeit.
1934 wurde das Haus von Architekt M. Hauser umfassend umgebaut und um ein Geschoss aufgestockt. Es entstand ein modernes, elegantes Stadthaus – das Touring-Hotel mit der Französischen Warenhalle im Sockelgeschoss.
In den frühen 70ern wurde das Haus erneut umgebaut. Der Architekt Jack Reinhardt umhüllte den Baukörper mit einer braun eloxierten Aluminium-Fassade. Die geschlossen wirkende “Box“ wird heute als nicht mehr zeitgemäss empfunden.
Das neue Erscheinungsbild von C&A soll sich im Zentrum von Zürich als Flagshipstore entsprechend frisch präsentieren. Dieser Anlass wird genutzt um gleich die komplette Gebäudehülle des Hauses zu erneuert und auf den neusten energetischen Stand zu bringen.
Über die neue Fassade soll sich der Bau wieder selbstverständlich und elegant ins Strassenbild einfügen sowie die Marke C&A im Bahnhofsstrassenquartier selbstbewusst vertreten.


Unser Vorschlag baut die Fassade zurück auf die Struktur des Touring-Hotels. Darauf entsteht die neue, zeitgemässe städtische Fassade aus Naturstein (erneut in Travertin). Sie knüpft an die Tradition des Hauses an.
Die neuen Fenster passen in die Fensteröffnungen der alten Struktur, sodass die tragenden Wandscheiben der Fassade nicht angerührt werden. Die Fensterelemente weisen seitlich eine tiefe Nische auf, in welcher ein um 90 Grad abgedrehter Lüftungsflügel sitzt. Er dient sowohl der natürlichen Lüftung als auch der Entrauchung. Im Fensterelement ist auch die Fassadenbeleuchtung integriert, welche die abgerundete Laibung anstrahlt.
Die erforderlichen Massnahmen zur Erdbebenertüchtigung werden in die Süd-Ost-Fassaden-ebene integriert.
Im Inneren erhält das Gebäude neu eine zentral gelegene Rolltreppenanlage welche eine vielseitige und spannende Wegführung durch die Verkaufsflächen erlaubt.
Neue Galerien ermöglichen eine attraktivere Verbindung zwischen dem Erd- und Untergeschoss, sowie dem vierten und neu erschlossenen fünften Geschoss.
Die Kunden werden mit den Mitteln der Architektur «geführt».
Die Architektur wird in das Verkaufserlebnis eingebunden.

Eingeladener Wettbewerb 2014, (Engste Auswahl)

Mitarbeit: Bauagentur>>