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Werkhof Meisterschwanden

Rechtwinklig zur Einfallsstrasse und parallel zum bewaldeten Tal des Dorfbachs welcher die natürliche Grenze des Dorfes gegen Süden kennzeichnet, stehen die zwei kompakten Volumen des Werkhofs und der Sammelstelle analog zu den geschützten Bautkörpern “Kontor“, “Bändelihaus“ und “Speuzli. Im Gegensatz zu diesen Massivbauten des ausgehenden 19. Jahrhunderts sowie den Bauten des Ortskerns, ist der Werkhof in Holzbauweise konzipiert, was den Standort ausserhalb der historischen Dorfgrenze verdeutlicht und einen verwandtschaftlichen Bezug zu umliegenden landwirtschaftlichen Gebäuden herstellt.

Das Areal gliedert sich in drei funktional bedingte Bereiche: den abgeschlossenen Werkhof, die strassenseitig gelegene Sammelstelle und die Reservefläche für eine zukünftige Gewerbenutzung, die die Gesamtanlage zu den obenliegenden Wohnnutzungen hin abschliesst. Die Erschliessung der drei Arealbereiche erfolgt über die neu erstellte Strasse, wobei jeder Bereich eine eigene Zufahrt erhält um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu garantieren.Der natürliche Geländeverlauf wird räumlich und funktional genutzt: Ein Geländesprung trennt das Werkhofareal vom Gewerbebereich und der vorgelagerten Sammelstelle. Funktional wird so die gewünschte Einwurfshöhe für die Abrollcontainer erreicht, die über den Werkhof ebenerdig an- und abtransportiert werden können.Nutzungsspezifische Raumhöhen werden genutzt um die beiden Volumen des Werkhofs zu gliedern. So wird das Salzsilo in die Sammelstelle integriert und markiert so die Zufahrt zum Werkhof, das Hauptgebäude erhält durch die Abfolge von Büro, Werkstätte und Einstellhalle beziehungsweise Lager ein markantes, abgetrepptes Volumen.Die Nutzungen des Werkhofs ordnen sich – mit optimalen Betriebsabläufen – um eine zentrale Manövrierfläche herum. Gegenüber der Werkzufahrt liegt ebenerdig der beheizte Arbeitsbereich mit Büro, Personalaufenthalt, Garderoben und Werkstätte. Von den Büroarbeitsplätzen kann die gesamte Anlage eingesehen werden. Angrenzend an die Werkstatt und mit direktem Zugang zu Büro, Werkstatt und Einstellhalle liegt der Fahrzeugwaschraum. Dahinter werden vier flexibel nutzbare Fahrzeugbahnen in einer grossen, stützenfreien Halle zusammengefasst. Über der Fahrzeughalle liegt das Lager, welches über eine vorgelagerte Plattform mit dem Teleskoplader bedient wird. Unter dem weit auskragenden Vordach entstehen gut nutzbare Aussenarbeitsplätze und Anlieferungsbereiche. Ideal in Bezug auf den Publikumsverkehr und den Immissionsschutz der umliegenden Wohnnutzungen liegt die Sammelstelle. Die Anordnung der Entsorgungsbereiche ist effizient gestaltet und ermöglicht einfache Fahrmanöver für Besucher.
Die Etappierung des Gewerbebereichs ist ohne Vorleistung möglich. Eine zusätzliche Lärmschutzfunktion gegenüber den östlich gelegenen Wohnnutzungen übernimmt das Volumen der Gewerbe-Erweiterung.
Das zwischen den Gebäuden liegende Werkhofareal wie auch die Zufahrt werden aus betrieblichen Gründen asphaltiert. Eine mittige Rinne sammelt das anfallende Oberflächenwasser und leitet es in den zentralen erdverlegten Tank.
Der Materialablagebereich und die Parkplätze sind ist in Glorit ausgeführt. Glorit hat die Optik eines frei wählbaren, kiesigen Materials, ist gebunden und Wasserdurchlässig. Es entsteht so eine unversiegelte Fläche die trotzdem den erforderlichen Ansprüchen entspricht.
Im westlichen Arealabschluss des Werkhofs erlauben zwei hinter den PW-Parkplätzen gelegene Öffnungen eine effiziente Schneeräumung.

Projektwettbewerb 2015  

Holzbauingenieur:
Pirmin Jung GmbH, Rain >>

Energieberatung und Haustechnik (HLKKS):
Andy Wickart Haustechnik AG >>