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PU-Nord, BHF Winterthur

Die Kapazität der bestehende Personenunterführung muss erweitert werden. Gleichzeitig ist eine Veloquerung und ein Veloparking mit in die Studie einzubeziehen.

Erschliessungssystem:
Die bestehende Unterführung wird einseitig – südlich – erweitert.
Der bahnhofseitige Treppenaufgang liegt unter dem Vordach des Railcity-gebäudes. Er wird verbreitert und erhält ein Podest. Neben der Haupttreppe entsteht ein Lift, welcher UG, EG und Parkhaus verbindet. Der Treppenabgang auf Perron 1 wird durch eine kombinerte Rampen- / Treppenanlage ersetzt.
Eine weitere Erschliessung der Perrons 1 und 2 ist nicht vorgesehen, da keine befriedigende Treppenanordnung realisierbar ist (Mindestbreite: 2.2 m).
Beim Zugang aus dem Neuwiesenquartier wird die nördliche Treppe verbreitert, anstelle des südlichen Treppenabgangs entsteht eine Rampe.
Durch die Einrichtung einer Begegnungszone in der Rudolfstrasse besteht für die Positionierung der Rampe eine gewisse Freiheit. für die genaue Positionierung der Anlage in Längsrichtung besteht jedoch eine starke Abhänigigkeit vom Umsetzungszeitpunkt des Gleises 10.
Die Zugänge zu den Liften liegen parallel zu den Gleisen (Sicherheit auf den Perrons). In den Unterführungen münden die Liftzugänge damit direkt in den Passantenstrom. der einsatz von verglasten Schächten und Kabinen ermöglicht, dass Liftbenützer und Passanten sich frühzeitig erkennen.

Betrieb:
Die behindertengerechte Gestaltung des Erschliessungssystems baut auf Liften auf. Die Kapazität der Perronzugänge kann dadurch erhöht werden, da langsamere Benutzer bevorzugt das liftangebot nutzen werden.
Die Schliessfächer werden im Zugangsbereich zum Veloparking angeordnet. beide Nutzungen profitieren von der Kombination, da die grössere Publikumsfrequenz auch das Gefühl der Sicherheit erhöht.
Die Aussenzugänge zu den Unterführungen werden witterungsgeschützt ausgeführt, was den Winterdienst reduziert und die Benutzungssicherheit wesentlich erhöht.

Gestaltung:
Die Absenkung der Unterführung um 2 Tritte ergibt ein adäquates Verhältnis der Höhe zur neuen Breite. Im Zusammenhang mit der angestrebten Kunstlicht-Stimmung entsteht ein Raum mit hoher Aufenthalts- und Orientierungsqualität.
Die Unterführung wird durch die Abfolge von niedrigen Bereichen unter den Gleisen und höheren Abschnitten unter den Perrons gegliedert. Diese Raumabfolge wird durch gestalterische Massnahmen verstärkt:
Die niederen bereiche verbinden sich durch ihre glatte materialisierung opisch zu einem Passagenraum.
Die zusätzliche Höhe in den Sichtbeton-Bereichen unter den Perrons leitet die Treppenverbindungen nach oben ein.
Der eigentliche Bereich der Unterführung wird zudem von den Nebenbereichen abgesetzt. Ebenso erhält der
Ausgang in die Rudolfstrasse als Orientierungshilfe ein eigenes (farbliches) Gepräge.
Elemente, die im Passantenstrom stehen werden konsequent mit abgerundeten kanten gestaltet.

Auftraggeber: Stadt Winterthur

Studienauftrag: 2007, 1. Rang

Diverse weitere Varianten (Machbarkeitsstudie): bis 2012

im Team mit:
Ingenieur: Dr. Deuring + Oehninger AG >>