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PU Hammer, Olten

Die neue Stadtquerung verbindet die beiden Quartiere Hammer und Olten Süd in einem sanften Bogen. Die beiden Zugangsbereiche gleichen sich einerseits über die symmetrischen Bereiche Brücke und Tunnelportal, unterscheiden sich aber auch markant durch die jeweilige Einbindung in die quartierbedingte Situation.

Die Personenunterführung (PU) dient als Stadtverbindungsachse und als Zugang zur Bahn gleichermassen. Sie ist über zwei Brücken erschlossen, die gestalterisch mit den Zugangsportalen der PU verschmelzen. Ein dritter Zugang verbindet die PU mit dem Bahnhofplatz.
Im Bereich des Perronzugangs wird die Länge der PU durch die Ausbildung einer Oblichtkuppel unterbrochen. Als räumlich ausgebildete Mitte macht der Bereich der Kuppel für Velofahrer und Fuss- gänger ersichtlich, dass hier eine erhöhte Vorsicht angebracht ist.

Anstelle des heutigen Rondells wird ein neuer, überdeckter Abgang längs zur Bahn etabliert. Dieser Zugang übernimmt die Aufgabe des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, das in Zukunft neue Nutzungen wahrnehmen kann. Eine separat geführte Treppe und eine Rampe mit einer Steigung von 12% erhöhen den Komfort gegenüber der heutigen Situation wesentlich.


Auf der neuen Achse PU Hammer herrscht grundsätzlich Mischverkehr für Fussgänger und Fahrradfahrer. Nur diese für Fahrräder verlangsamte Verkehrsart erlaubt eine gleichzeitige Führung von Fussgängern und Fahrradfahrern ohne erhöhte Risiken.

Veloparkierungen werden entlang der Hauptachse angeordnet und liegen damit auf selbstverständliche Weise am Weg der Bahnkunden. Auf der Seite Bahnhof sind die Veloabstellplätze im Rücken des neuen Abgangs zur PU angeordnet.


Das Mobilitätszentrum wird in den Zugangsbereich der Personenunterführung integriert und gestalterisch mit der markanten Leuchtwand der PU verbunden.

Beidseits des Gleiskorridors werden die Zugangsachsen durch funktionale, einheitliche Kandelaber- Leuchten mit einem oder zwei Auslegern gekennzeichnet.
In der Personenunterführung ist die Lichtinszenierung intensiviert: einerseits werden Wandscheiben und Mittelstützen durch LED-Leuchten sichtbar gemacht, andererseits wird die PU über eine Leuchtwand mit RGB-LED Leuchtbändern erhellt, die eine dynamische und Bespielung erlauben.

Der Bahnhofplatz erhält zur Dünnern einen chaussierten Bereich und wird mit einer Sitzmauer zur Dünnern abgeschlossen. Das Bahnhofsgebäude erhält als gegenüber einen Baumkörper, welcher die Parkplätze beschattet und den Bahnhofplatz räumlich fasst.

Die Materialisierung orientiert sich am robusten städtischen Bestand. Neben Asphaltbelägen und Tragelementen in Beton setzt die Verglasung der Leuchtwand in der Personenunterführung einen gestalterischen Akzent.
Die Überdachung des Zugangs zur PU orientiert sich am Normperrondach RV05, Tragstruktur in Stahl und Dachscheibe in gestrichenen Holzwerkstoffplatten.

Wettbewerb 2011/12

mit:
- Lüchinger Meier Ingenieure, Zürich
- Raderschall Partner AG Landschaftsarchitekten, Meilen