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Haus N Frutigen

Erst auf den zweiten Blick springt die ungewöhnliche Figur des Chalets ins Auge: Was andernorts ein zweistöckiges Haupthaus mit einem flachen eingeschossigen Anbau wäre, ist hier zu einem einzigen Gebäude unter einem schwungvoll gezackten Dach verschränkt.
 
Verschiedenartige Anliegen der Bauherrschaft und enge Platzverhältnisse verleihen dem Haus eine verspielte, episodenhafte innere Einteilung. Man betritt es auf der Nordseite neben der Garage und gelangt auf anderthalb Wohngeschossen immer wieder in neue Räume mit überraschenden Durch- und Ausblicken, Lichteinfällen und Stimmungen. So lässt einen etwa der kleine, oben offene Patio in der geschützten Wärme des Wohnzimmers jeden Schneefall greifbar nahe miterleben. Die grossen Fenster gegen Süden erlauben eine beeindruckende Aussicht auf die Bergspitzen der gegenüberliegenden Talseite.
Das Gesamtvolumen ist in zwei Körper unterschiedlicher Höhe gegliedert die so gefügt sind, dass die Trennung im Grundriss nicht spürbar ist und auch von aussen nur auf der Rückseite des Hauses erahnt werden kann. Es dominiert der Eindruck fliessend verbundener Räume, von grossen, mit hellem Holz gerahmten Fensteröffnungen, weissen Wänden und grossflächigen Dachschrägen in luftiger Höhe.
Zwischen den gegenläufigen Dächern der beiden Haushälften entsteht eine von aussen uneinsehbare Balkonoase mitten im Dach.
Das Gebäude ist im Holzelementbau konzipiert, der in den Deckenuntersichten sichtbar bleibt – analog zur offenen Balkenlage in einem traditionellen Bauernhaus.
 
In Zusammenarbeit mit:
Allenbach&Trachsel (heute: JFB)  Architekturbüro, Frutigen>>

Projektierung:        2005
 
Ausführung:         2006
 
Holzelementbau: Bärtschi Bau AG, Frutigen;
 
Holzbauingenieur: Fritz Allenbach, Wengi-Frutigen
 
Fotos:
Dominique Marc Wehrli>>