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Altersheim Reichenbach BE

Das AH Reichenbach soll erweitert werden.
Ein Grossteil des neuen Raumprogramms kann auf der bisherigen Grundfläche des Altersheims Reichenbach untergebracht werden. Durch die bauliche Erweiterung nach oben werden die beiden bisherigen Gebäudetrakte stärker zu einem Gebäude zusammengefasst.

Insbesondere wird das zentrale Treppenhaus unter einem dritten Giebel ins Volumen miteinbezogen. Auch die Erweiterung der Wohngruppen durch Gemeinschaftsraum und neue Balkonzonen wird unter den prägenden Dächern zusammengefasst.
Der Osttrakt bleibt in seiner bisherigen Volumetrie erhalten, während der Westtrakt um ein Geschoss aufgestockt wird. Durch die Verschiebung des Giebels nach Osten erhöht die Aufstockung das Volumen beim westlichen Gebäudeabschluss jedoch nur gerade um 1.5m.
Die Südfassade erhält durch doppelt wellenförmige Balkonabschlüsse ein freundlich-frisches Gepräge. Sie steht für regionale Verwurzelung und zeitgemässe Pflege.

Organisation:
Grundsätzlich dienen Erdgeschoss und Untergeschosse grösstenteils Gemeinschaftszwecken, während die Wohnnutzungen in vier Obergeschossen organisiert sind.
Die zentral gelegene Eingangshalle ist Dreh- und Angelpunkt aller öffentlicher Belange des Heims. Der grosszügige Empfangsdesk ist direkt ans Backoffice angeschlossen. Aus der Cafeteria hört man das einladende Klappern des Kaffeegeschirrs. Und die neue Verbindungstreppe zum Untergeschoss rückt den Mehrzweckraum nahe ans tägliche Geschehen!

Die drei Wohngruppen erhalten einen zentralen und gut besonnten Aufenthaltsbereich. Zentral gelegen und mit guter Verbindung zum Vorraum, dem Aufenthaltsraum und den Serviceräumen liegt der Arbeitsraum für Pflege und Betreuung. Die Korridore werden sorgfältig neu gestaltet. Besondere Beachtung wird der Korridorbeleuchtung geschenkt, und die Steigschächte verschwinden hinter leicht geschwungenen Vorsatzschalen. Auch im dritten Obergeschoss erhalten die Korridore über neue Balkone direktes Tageslicht. Am Ende der Osttkorridore liegt jeweils der Multifunktionsraum, der dank einer Glasfaltwand grosszügig zum Korridor hin geöffnet werden kann.

Im Dachgeschoss liegt neben drei Wohnungen auch der Fitnessbereich, der von der grossartigen Südsicht profitiert und von allen Bewohnern oft und gerne benutzt wird!

Die Wohngruppe für verhaltensveränderte Menschen liegt ebenerdig. Sie ist um einen zentralen Wohnbereich herum organisiert und hat einen hindernisfreien Zugang zum abgeschlossenen, reich ausgestatteten Garten.

Die beiden Untergeschosse bleiben in ihren Funktionen weitgehend unangetastet. Einzig der Vorbereich zum Mehrzweckraum wird durch neue Toilettenanlagen besser nutzbar und der Küchenchef erhält ein eigenes Büro an bester Lage – für beste Ergebnisse in der Küche.

Das Sicherheitsdispositiv des Gebäudes wird durch zwei neue durchgehende Treppenaufgänge, neue Brandabschlüsse in den Korridoren und einen Brandabschluss des Haupttreppenhauses auf den erforderlichen Stand gebracht. Die beiden Fluchttreppenhäuser verbessern auch die betrieblichen Abläufe und führen zu mannigfaltigen Wegbeziehungen innerhalb des Gebäudes.

Materialisierung
Leitmaterial ist Fichtenholz, das sowohl in der Fassade, als auch im Innenausbau eine vertraute und angenehme Stimmung garantiert. Die muralen Aussenfassaden werden mittels einer Kompaktfassade wärmetechnisch saniert. Dank der kompakten Gebäudehülle und der guten Ausrichtung (solarer Energiegewinn) kann der angestrebte Minergiestandard gut erreicht werden.

In Zusammenarbeit mit Allenbach&Trachsel Architekturbüro, Frutigen

Projektwettbewerb 2010